Ein Leben mit Hartz IV

Kein Scherz: hin und wieder ist in den Medien von Menschen zu lesen, die in einer Art Selbstversuch "einfach nur mal so" testen wollen, wie sich ein Leben als Hartz-IV'ler so anfühlt. Ob im Zusammenhang mit bestimmten, beruflichen Projekten oder schlicht aus reinem Eigeninteresse – es gibt offensichtlich tatsächlich Leute, die (mehr oder weniger) freiwillig von gerade mal 364 Euro pro Monat ihr Dasein fristen wollen. Zumindest für einen bestimmten Zeitraum. Dabei gibt es allerdings einige Dinge zu berücksichtigen. Denn nicht alles ist wirklich nachvollziehbar….

 

Ein Leben als Hartz-IV'ler – ein echter Alptraum

Die selbsternannten Probanden können sich im Rahmen dieser selbstauferlegten "Testphase" lediglich ein Bild über die finanziellen Aspekte machen. Nicht aber über die ständige Belastung, elche finanziellen Einschneidungen seitens der ARGE denn künftig wohl noch auf sie warten. Sie werden sich auch kein Bild davon machen können, wie es sich anfühlt, wenn die Nachbarn sie mit "sonderbaren", ja, vielleicht sogar abwertenden Blicken würdigen. Und zwar Tag für Tag.

 

Ein Selbstversuch gibt nicht einmal ansatzweise Aufschluss über die Realität

Ebenso wenig können sich die "Testpersonen" im Zuge dessen vorstellen, was es überhaupt heißt, sich in regelmäßigen Abständen mit den Sachbearbeitern der ARGE auseinandersetzen zu müssen, oder wie sich dieses Gefühl anfühlt, "abgestempelt" zu sein. Ist es im Zuge eines solchen Selbstversuches überhaupt möglich, nachzuempfinden, welche seelische Not die wirklich bedürftigen Hartz-IV-Empfänger erleiden? Wohl kaum. Denn oftmals ist der geplante Testzeitraum schon nach einem Monat vorbei. Statt der nahezu allgegenwärtigen Angst, wie es denn weitergehen soll, bleibt also lediglich die Vorfreude darauf spürbar, dass die dreißig Tage ja eh' bald vorbei sind. Danach die Sintflut…

Andere deutsche Bürger haben es da weniger leicht. Sie müssen sich – ob sie wollen oder nicht – für länger mit ihrem Schicksal abfinden. Tragisch und beschämend zugleich.

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— Kommentare —

  1. Julius Hibbert sagt:

    So etwas kenn ich, hab ich in der Beschäftigungsmaßnahme. Alleinerziehende Kollegin sagt, eigentlich sei sie RAin. Es wirkt jedoch mehr, als habe sie das Staatsexamen nicht bestanden.

  2. Petra sagt:

    Diese Versuche müssten schon auf ein ganzes Jahr ausgerichtet sein, um zu verdeutlichen, wie es ist, als ein Hartz 4 Empfänger leben zu müssen. Leider verstehen die meisten Menschen gar nicht, dass viele Hartz 4 Empfänger wirklich arbeiten wollen, doch da sie meistens schon 50 Jahre alt sind, will sie kein Arbeitgeber mehr einstellen, wie bei der 49-jährigen Krankenschwester gezeigt, die als Bewerberin für zu alt erachtet wurde.

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