— Archiv für Juli 2010 —

— Samstag, 31. Juli 2010 —

Steht Deutschland eine Umzugsflut bevor? [ Keine Kommentare ]

Die Begeisterung unter den Langzeitarbeitslosen hält sich in Grenzen, angesichts der aktuellen Sachlage hierzulande. Man ist niedergeschlagen, ja, sogar mehr als beunruhigt. Von einem Leben im Wohnwagen ist in der zurzeit heftig "brodelnden Gerüchteküche" nicht selten die Rede. Natürlich nicht im Rahmen einer Urlaubsreise, sondern vielmehr geht es um den alltäglichen Wahnsinn, dem sich immer mehr bedürftige Hartz-IV-Empfänger ausgesetzt sehen. Und nun scheint sich die Sachlage auch noch zuzuspitzen, denn die Herren Politiker haben es sich offenbar wieder einmal zum Ziel gesetzt, die Ärmsten der Armen hierzulande noch mehr zu "schröpfen".

 

Dementsprechend "enthusiastisch" ist dort wiederum die Stimmung. Zwar ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht alles in "trockenen Tüchern", aber wie die Financial Times Deutschland unlängst berichtete, sieht es ganz so aus, als würde sich am Wohnungsmarkt schon sehr bald eine Veränderung abzeichnen.

Wo bleibt da noch die Privatsphäre?

Haben beispielsweise Alleinerziehende bislang einen Wohnungsanspruch bis zu einer Größe von 45 Quadratmetern, so wird aktuell tatsächlich laut über eine weitere Beschränkung dieses Anspruchs nachgedacht – und zwar auf gerade mal 25 Quadratmeter.

Droht Deutschland schon in Kürze eine "Umzugs-Welle"?

Was also, wenn diese oder ähnliche Planungen wahrhaftig in die Tat umgesetzt werden? Dann – so viel steht fest – droht vielen alleinerziehenden Hartz-IV-Empfängern der Umzug in eine kleinere, "angemessenere" Wohnung. Was das wieder kostet, steht offenbar (noch) nicht zur Debatte….

 

Freilich: die finanzielle Lage in den Gemeinden und Kommunen sieht vielerorts wahrlich nicht gerade rosig aus. Und dass man dementsprechend für jeden Sparplan dankbar ist, ist durchaus nachvollziehbar. Eine Reduzierung des Mietkosten-Anteils für Hartz-IV-Empfänger ist somit sicherlich eine "herzlich willkommene Idee"….

 

Aber Fakt ist doch, dass vor allem Alleinerziehende zu "knapsen" haben; nichtsdestotrotz werden die öffentlichen Finanzprobleme – wieder einmal – auf ihrem Rücken ausgetragen. 

— Sonntag, 11. Juli 2010 —

In den Ferien arbeiten – und dann auch noch den Staat “re-finanzieren”? [ Keine Kommentare ]

Was zunächst unglaublich erscheinen mag, ist in der Tat Realität. Denn Kinder aus Hartz-IV-Familien, die sich während der Sommerferien etwas dazuverdienen wollten, wurden bislang bereits wenig später vom Amt "zur Kasse gebeten": ein bestimmter Anteil der Einnahmen, die den gesetzlich erlaubten Mindestsatz übersteigen, steht nämlich nicht den Hartz-IV-Empfängern zu, sondern dem Staat.

 

Nur ein Bruchteil schafft tatsächlich "den Absprung"

 

Statistiken zufolge verhält es sich so, dass Kinder, deren Eltern über viele Jahre hinweg Leistungen von staatlicher Seite her bezogen, über kurz oder lang ebenfalls in die "Hartz-IV-Falle" tappen. Man hat es ihnen ja nicht anders "vorgelebt". Wer sollte es ihnen da verübeln?

 

Und die Tatsache, dass die lieben Kleinen nach wochenlanger Verrichtung meist anstrengender Arbeiten während der Ferienzeit einen (Groß-)Teil des Geldes wieder abdrücken müssen, trägt wohl auch nicht gerade zur Motivation der Jugend bei, im Erwachsenenalter "richtig" arbeiten zu gehen. Denn wer geht schon gern arbeiten, während andere Urlaub machen, um vielleicht einen Aufenthalt im Ferienlager oder den Führerschein zu finanzieren – und zahlt dafür im Nachhinein auch noch drauf?

 

Überhaupt wird man ja eh' häufig genug von bestimmten Zeitgenossen, die es sich hierzulande "auf Staatskosten" so richtig gutgehen lassen, mit einem überheblichen Lächeln "belohnt", wenn man trotz derartiger Voraussetzungen überhaupt noch arbeiten geht….

 

Besserung in Sicht…?

 

Eine aktuelle Neuerung im entsprechenden Paragraphen-Dschungel soll arbeitswilligen Jugendlichen aber künftig Mut machen: Schüler bis zum 25. Lebensjahr dürfen das während der Ferienzeit verdiente Geld behalten, sofern die (kalenderjährlich bemessene) Höhe nicht über 1.200 Euro liegt und die Dauer der Tätigkeit einen Zeitraum von vier Wochen nicht überschreitet.

— Samstag, 10. Juli 2010 —

…endlich selbstständig werden – trotz Hartz IV [ Ein Kommentar ]

Was haben Hartz IV und "Selbständigkeit" gemeinsam? Auf den ersten Blick scheinbar nur sehr wenig, denn wie bitteschön sollen Hartz-IV-Empfänger dauerhaft ein weitestgehend eigenständiges bzw. "selbständiges" Leben führen können? Das dürfte angesichts der "erschwerten Bedingungen", unter denen sie zum Teil leben müssen, wohl nur schwerlich möglich sein. Aber dennoch: es geht! Immer mehr (Langzeit-)Arbeitslose nutzen ihre vermeintlich ausweglose Situation, um sich zu "befreien" aus der oftmals mehr als beklemmenden "Hartz-IV-Zwangsjacke". Möglich ist das unter anderem durch die Inanspruchnahme spezieller, öffentlicher Unterstützungsprogramme. Nur wenigen deutschen Bürgern ist ein derartiges Angebot allerdings bisher bekannt.

Fragen kostet nichts: jetzt heißt es, den "inneren Schweinehund" zu überwinden!

Im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgespräches mit einem der Mitarbeiter der Bundesagenturen für Arbeit kann man durchaus einige relevante Informationen zum Thema erhalten. Freilich: der erste Schritt ist dabei immer der schwerste….

Chancen für jedermann!

Übrigens ist es nicht nur den Beziehern von Hartz-IV-Leistungen möglich, den "Schritt in die Selbständigkeit" zu wagen, sondern umgekehrt haben auch Selbständige und Freiberufler die Chance, unterstützende Hartz-IV-Leistungen in Anspruch nehmen zu dürfen.

Fakt ist doch, dass der Arbeitsmarkt gerade für Langzeitarbeitslose in der Regel nur sehr wenige Chancen zu bieten hat. Vor allem im Niedriglohnsektor bewegen sich die vielversprechenden Möglichkeiten auf einem geradezu minimalen Level. Was also spricht dagegen, etwas Neues zu probieren und im Zuge dessen neuen (Lebens-)Mut zu fassen? Denn Selbständige, die sich dem Wandel der Zeit anzupassen vermögen, haben es in jedem Fall leichter, als so mancher Hartz-IV-Empfänger, der sich aus Bequemlichkeit dafür entscheidet, weiterhin resignierend auf dem Sofa zu sitzen und sich Tag für Tag die Negativschlagzeilen zur allgemeinen Wirtschaftslage im TV anzuschauen….

Mut ist, wenn man's macht!

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Kommentare
  • Nihilus: "fünfwöchigen Haftzeit" ---> tja, da sollte man gleich ausziehen und die M&ou...
  • Busti: Das wäre ja noch schöner, wenn man seine Strafe abgesessen hat kommt man uas dem Knast und...
  • Torsten: Kohle für´s Sitzen im Bau, wäre ja noch schöner. Dann platzen die Gefän...