Urlaub – einmal anders

Mal angenommen, ein Sachbearbeiter der Bundesagentur für Arbeit wäre dazu gezwungen, aus finanziellen Gründen dauerhaft ein Dasein in einem Wohnmobil zu "fristen" – wie bitteschön würde er sich wohl dabei fühlen? Ein Gedankengang, der auf den ersten Blick in der Tat äußerst abwegig erscheint. Schlimm genug allerdings, dass es hierzulande sehr wohl eine Vielzahl bedürftiger Menschen gibt, die aus finanziellen Gründen ganz einfach keine andere Chance haben, als in einer solchen "Camping-Behausung" zu leben. Tragisch – aber leider keineswegs unüblich.

Die finanzielle Unterstützung vom Staat ist so gut wie sicher

Wie nun aktuell das Bundessozialgericht in Kassel entschied, ist es Hartz-IV-Empfängern durchaus möglich, eine "Aufwandsentschädigung" für die Betriebskosten ihres Wohnwagens in Anspruch zu nehmen. Natürlich nur dann, wenn das betreffende Gefährt auch tatsächlich und nachweislich als "Wohnsitz" genutzt wird. Mancher Sachbearbeiter mag in Anbetracht dessen möglicherweise die Ansicht vertreten, dass eine solche Verfahrensweise durchaus legitim und ganz und gar nicht ungewöhnlich ist. Die Steuern und Versicherungen, die das Wohnmobil Monat für Monat verschlingt, sind schließlich kein "Pappenstiel". Ein Schelm, der Böses dabei denkt…. Wenn man jedoch berücksichtigt, dass die finanziellen Aufwendungen für Benzin, Pflege und Wartung dahingegen nicht vom Amt erstattet werden, kommt so mancher sicherlich ins Grübeln. Denn die Begründung der Karlsruher Richter lautet tatsächlich so, dass letztere Kosten in keiner Weise mit der benannten Funktion als Unterkunft in Verbindung stehen.

Ein menschenwürdiges Leben…?! Wohl kaum.

Wie dem auch sei: Geklagt hatte ein 55jähriger Mann aus dem Großraum Kaiserslautern, der im Jahre 2005 arbeitslos geworden war. Weil er vom Hartz-IV-Regelsatz, der bekanntlich gerade mal 345 Euro beträgt, den bisherigen Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren konnte, entschloss er sich aus der Not heraus, in ein über 20jähriges Wohnmobil umzusiedeln. So weit, so schlecht. Denn anfänglich war es für ihn sogar nur unter größten Anstrengungen möglich, zumindest eine kleine, finanzielle Unterstützung für die dringend erforderliche Propangasheizung von der Bundesagentur für Arbeit bewilligt zu bekommen. Eisige Zeiten für Hartz-IV-Empfänger….

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1 5 5 das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend

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