— Samstag, 17. April 2010 —
Die Anzahl der Klagen von Hartz-IV-Empfängern und anderen Beziehern von Sozialleistungen hat hierzulande drastisch zugenommen. Allein im Saarland beispielsweise hat sich die Quote in den vergangenen Monaten mehr als verdoppelt! Den kompletten Artikel lesen…
— Montag, 12. April 2010 —
Was sagt man dazu: künftig tritt die Ausweispflicht auch bei der Tafel in Kraft. In der Tat der "Hohn auf Socken". Oder müsste es in diesem Zusammenhang nicht besser lauten: "auf Rädern"…?
Und alles nur, weil es immer wieder Leute gibt, die zwar keineswegs bedürftig sind, die sich aber dennoch hemmungslos und gut gelaunt an den kostenlosen Lebensmittelspenden der regional ansässigen Tafeln bedienen.
Roter Teppich? Ja – oder nein?
Wir kennen es ja, da in der Vergangenheit nur allzu häufig darüber berichtet wurde: während sich die einen, die wirklich Bedürftigen verschämt von einem Regal zum nächsten schleichen, um ihre dringend benötigten Nahrungsmittel auszusuchen, genießen die anderen selbst noch bei der Abholung (der Begriff "Kauf" ist hier de facto fehl am Platze) ihrer Güter den "großen Auftritt".
Zuvor allerdings mokieren sie sich (natürlich) noch über die möglicherweise nicht mehr ganz so knusprigen Brötchen oder darüber, dass der Salat bereits das eine oder andere welke Blatt aufweist. Sind dann – trotz allem – aber die Tüten bis zum Rand vollgestopft, geht es auch schon wieder weiter. Mit dem 5er BMW zum Familien-Festschmaus… – oder vielleicht zur nächsten Tafel. Wer weiß?
…von oben herab
Ein derartiges Verhalten solch' rücksichtsloser Schmarotzer ist immer wieder ein herber Schlag ins Gesicht eines jeden Bedürftigen. Müssen Hartz-IV-Empfänger und andere Menschen, die am Existenzminimum leben müssen, sich so viel Arroganz und Häme gefallen lassen?
Mitnichten, dachten sich aktuell beispielsweise auch die Betreiber der Remscheider Tafel. Denn dort werden bereits in Kürze gewisse Änderungen in Kraft treten; und zwar in Form einer Ausweispflicht. Jeder Bürger, der also einen Rentenausweis oder einen Hartz-IV-Bescheid vorweisen kann, wird auch weiterhin in den Genuss der Lebensmittelspenden kommen. Die anderen fahren am besten gleich zur nächst gelegenen Dönerbude.
— Donnerstag, 8. April 2010 —
Was schon zu Großmutters Zeiten gut war, kann wohl auch in unseren heutigen, ach so modernen Zeiten nicht schlecht sein. Wenn man beispielsweise daran denkt, dass Oma schon mal die eine oder andere Mark springen ließ, wenn das fleißige Enkelkind ein gutes Zeugnis mit nach Hause brachte, so hat diese motivierende Taktik noch bis ins Jahr 2010 hinein ihre Beliebtheit bewahren können. Ja, sogar bis in die Regierungsebenen hat sie sich "hochgearbeitet" – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Denn deutsche Politiker und Wirtschaftsexperten gleichermaßen ziehen tatsächlich in Erwägung, ein ähnliches "Belobigungssystem" einzuführen, wie es schon die Omi machte… – und beabsichtigen, für gute Noten in der Schule einen zusätzlichen, finanziellen Anreiz gewähren. Eine durchweg gelungene Idee. Bei einem Notendurchschnitt von (mindestens) 2,5 ist eine Belohnung durch Vater Staat in Höhe von sage und schreibe 100 Euro vorgesehen.
Hundekot und andere "Kostbarkeiten"
Nun, da man sich eh' gerade aktiv damit beschäftigt, die Motivation von Hartz-IV-Empfängern zu unterstützen bzw. zu fördern, sehen viele Bürger die aktuellen Pläne als höchst attraktiv und fair an. Vielleicht bleiben die jungen Leute dank dieser modernen "Taktik" dementsprechend in Zukunft davon verschont, Hundehaufen von Bürgersteigen zu entfernen oder Straßenbegrenzungspfähle mit der Zahnbürste zu reinigen….
Leider hat sich ja bekanntlich in der Vergangenheit immer wieder das "Wie-der-Vater-so-der-Sohn-Prinzip" durchgesetzt. Soll hei0ßen: wenn schon die Eltern dem Staat auf der Tasche liegen, ist es oft nur eine Frage der Zeit, bis sich auch ihre Nachkommen dazu verleiten lassen, einen ähnlichen Lebensstil anzunehmen.
Oma wußte sehr wohl, was gut war
Schlechte Schulnoten, ein fehlender oder schlechter Schulabschluss und dementsprechend vorprogrammierte, schlechte Berufschancen sind nicht selten die logische Konsequenz aus einem solchen "Vorleben". Frei nach dem Motto, nun das "Übel auch mal an der Wurzel zu packen", profitieren künftig also (endlich) auch mal junge Menschen von den Vorhaben der Herren Politiker.
Arbeit, Fleiß und sicherlich auch Großmutters Taktiken sind demnach offenbar doch noch zeitgemäß….