Zuviel des Guten…

Da hat sich die FDP in den vergangenen Tagen offenbar doch zu weit aus dem Fenster gelehnt. Zumindest im Hinblick auf die nicht enden wollende Hartz-IV-Debatte spalten sich die politischen Reihen derzeit wieder einmal in mehrere Lager. 

 

Freilich – wenn vom Schneeschippen und von Hundehaufen im Zusammenhang mit arbeitsscheuen Langzeitarbeitslosen die Rede ist, kann man eine gewisse aufkommende Unruhe durchaus verstehen. Wer lässt sich schließlich schon gern mit niederen Arbeiten in Verbindung bringen? Wo doch für viele Menschen hierzulande das Wort "Arbeit" ohnehin für "Allergien" und seltene Erkrankungen wie "Faulfieber" oder "Gedächtnisschwund" sorgt. Denn urplötzlich sind viele einfach der deutschen Sprache so gar nicht mehr mächtig… – Nix verstehen…?

 

Wie dem auch sei: die Angst davor, eines Tages vielleicht doch noch zu gemeinnützigen Arbeiten herangezogen zu werden – natürlich unter dem Deckmantel, die "armen" Hartz-IV-Empfänger würden diffamiert – rottete man sich in der vergangenen Woche zusammen und besetzte kurzerhand die Landesgeschäftsstelle der FDP in Bremen. Und zwar für eine ganze Stunde. 70 aufgebrachte Demonstranten machten ihrem Unmut Luft und schlossen sich der Initiative des so genannten "Mayday-Bündnisses" an.  Ob die Aktion allerdings tatsächlich von Erfolg gekrönt sein wird, sei dahingestellt.

 

Auch die CDU ist derzeit arg in der Kritik. Zwar weniger wegen angeblicher Diffamierung, Aufhetzung von Hartz-IV-Empfängern und anderen "Delikten", sondern vielmehr wegen Abzocke des deutschen Staates. Mietwucher und Betrug lauten in diesem Zusammenhang die Hauptargumente, denn wie unlängst bereits berichtet, vermietete ein gewisser Thorsten Kuhlmann, ein Politiker der CDU, katastrophal ausgestattete Mietwohnungen zu horrenden Konditionen. Aber nicht nur das, denn die betreffenden Unterkünfte – oder sollte es diesbezüglich besser heißen: Behausungen – sind allesamt deutlich kleiner, als es in den entsprechenden Mietverträgen eingetragen wurde. Dennoch: die Bundesagentur für Arbeit zahlte die Mieten munter weiter – Monat für Monat.

 

Dennoch – die Arge ist allerdings nun aus ihrem bis dato eher teilnahmslosen Tiefschlaf erwacht und hat Strafanzeige gegen den Betrüger Kuhlmann erstattet. Trotzdem: es war dem "menschenfreundlichen Vermieter" lange genug möglich, auf diese Weise seine "Schäfchen ins Trockene" zu holen.

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1 5 5 das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend

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