Was hat Sarrazin nun wieder angestellt?

Die einen schätzen Thilo Sarrazin wegen seiner oftmals ehrlichen und wahrhaftig nicht immer sonderlich "höflichen" Worte – um es einmal diplomatisch zu verdeutlichen. Die anderen hingegen würden ihn am liebsten nur von hinten sehen. Weit hinten im Archiv der Bank, in der er – noch – (neben-)beruflich tätig ist.Dabei hatte doch der gute Mann nicht nur in punkto "Kopftuch-Mentalität" (wir erinnern uns an das "Tohuwabohu", das er im Jahre 2009 diesbezüglich ausgelöst hatte) gar nicht mal so unrecht. Sagen zumindest viele Menschen; wenn auch nur hinter vorgehaltener Hand. Und auch, wenn es um die "armen, armen" Hartz-IV-Empfänger geht, äußert Sarrazin sich offen und – wieder mal sehr ehrlich….

Frieren und gleichzeitig sparen…?!

Erst kürzlich gab er in einem Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" bekannt, dass er es durchaus begrüßen würde, wenn Langzeitarbeitslose morgens kalt duschen. Denn auch dies sei doch sehr wohl eine attraktive Möglichkeit, Geld zu sparen. Was soll die Gesellschaft schließlich mit "Warmduschern"? Außerdem ist die kalte Dusche am Morgen ohnehin gesund, strafft die Haut und regt – seiner Meinung nach – sogar die Hirntätigkeit an….

Jedem so, wie er's mag

Dennoch: angesichts der folgenden Bilder wird sicherlich selbst so manchem Hartz-IV-Empfänger übel. Bei so viel Bierdunst sehnt man sich wohl in jedem Fall die nächste Dusche herbei. Und sei sie auch noch so kalt.

http://www.bild.de/BILD/regional/ruhrgebiet/aktuell/2010/03/06/hier-stehen-176-euro-pfand/2200-flaschen-deutschlands-schlimmster-bier-messie.html

Trotz aller Ironie werden immer wieder auch kritische Stimmen laut, die das Verhalten Sarrazins in keiner Weise mehr akzeptieren. Entsprechenden Meinungen zufolge hat so ein Mann, seines Zeichens bekanntlich Bundesbankvorstand in der Politik nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Nicht selten wünscht man ihm sogar, dass er selbst mal ohne Heizung und Warmwasser dasteht, um so am eigenen Leibe zu erfahren, was Armut tatsächlich bedeutet.

Hört man sich jedoch die Gegenseite, sprich: Herrn Sarrazin höchstpersönlich einmal an, so stellt sich dieser gern als einen "unbescholtenen Bürger" dar, der lediglich die Menschen nicht sonderlich schätzt, die das ohnehin bereits bestehende Ungleichgewicht zwischen dem Sozialfall an sich sowie dem Sozialstaat als solches noch weiter stören. Soll heißen: wer nicht arbeiten will, soll demzufolge auch kein Geld vom Staat bekommen. Denn das wird – wiederum laut Thilo Sarrazin – ohnehin nur "versoffen und verraucht". Naja – oder es werden halt Kopftücher von dem Geld gekauft….

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