Weihnachten feiern auf Hartz-IV-Niveau – wie geht das?

"Alle Jahre wieder…" – so auch jetzt steht sie wieder einmal bevor, die Zeit der "akuten Geldnot". Weihnachten, das Fest der Liebe und der Geschenke ist aus diesem Grund leider für sehr viele Menschen eine Zeit, die nach Möglichkeit ersatzlos aus dem Kalender gestrichen werden könnte. Eine wahrlich sehr harte Aussage, aber nichtsdestotrotz auch zutreffend. Denn es ist in der Tat kein "Zuckerschlecken" mit den ohnehin sehr niedrigen Hartz-IV-Bezügen auszukommen; erst recht nicht, wenn von den ohnehin sehr bescheidenen Mitteln auch noch Geschenke, Lebensmittel oder vielleicht sogar noch ein bisschen Weihnachtsdekoration gekauft werden müssen…. Alle reden von der "besinnlichen Vorweihnachtszeit", von den angeblich "schönsten Tagen des Jahres", von "trauter Idylle im Familienkreis, von "Friede, Freude, Eierkuchen". Schön wär's.

Wie Hartz-IV-Empfänger die Monate von Oktober bis Dezember oftmals empfinden, wenn sie beispielsweise nur vorbeigehen an all' den herrlich geschmückten Schaufenstern, aber dennoch die oft sündhaft teuren Waren nur von draußen bestaunen dürfen, können diejenigen, die vom Schicksal nicht so hart getroffen sind, wohl nur schwerlich nachvollziehen. Ein hartes Los, wenn die staatlichen Bezüge häufig genug vorne und hinten nicht ausreichen. Oft nicht einmal dazu, um das Nötigste zum Leben zu kaufen. Wie soll es da noch möglich sein, Geschenke für die Liebsten zu kaufen?

Ist es überhaupt realisierbar, von einem durchschnittlichen Monatseinkommen in Höhe von nurmehr 347 Euro zu leben? Wohl kaum. Da ist es natürlich nicht weiter verwunderlich, dass für viele arbeitslose Menschen die (Vor-)Weihnachtszeit zu einem echten Stapellauf wird. Gerade zu den Feiertagen besteht doch die Möglichkeit, liebe Verwandte zu besuchen, mit netten Freunden eine schöne, gemeinsame Zeit zu verbringen oder den Partner auf eine ganz besondere Weise zu überraschen. Aber all' diese nett gemeinten Vorhaben kosten Geld. Folglich sind Einfallsreichtum, Kreativität und eine Menge Phantasie gefragt…. Aber auch Sparsamkeit, ein hervorragendes Organisationstalent und viel, viel Disziplin.

Viele (Langzeit-)Arbeitslose versuchen oft das ganze Jahr hindurch, den einen oder anderen Euro beiseite zu legen, um so zumindest den Kindern oder dem Partner zum Fest ein (kleines) Geschenk überreichen zu können. Denke man in diesem Zusammenhang allerdings nur mal an die Kinder und Jugendlichen aus Hartz-IV-Familien, wenn es nach den Winterferien wieder in die Schule geht: alle Freunde und Klassenkameraden haben gerade in der ersten Zeit nichts anderes im Sinn, als von all' den Geschenken zu berichten, die unter'm Weihnachtsbaum lagen. Nicht selten wird in solchen Momenten das eine oder andere Kind einfach nur still, traurig und bedrückt. Natürlich verstehen die meisten jungen Menschen die Situation, in der sie bzw. ihre Familien sich befinden. Aber dennoch wäre es schön, auch mal "mithalten" zu können und von tollen Weihnachtsgeschenken zu berichten.

Wie schön wäre es, wenn Weihnachten für alle ein Fest der Liebe und der Besinnlichkeit werden könnte – und das Glück nicht nur vom zur Verfügung stehenden Einkommen abhängig wäre…

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— Kommentare —

  1. K.P.Thiele sagt:

    Wie sieht wohl das Weihnachten für meine Familie aus?
    Ich habe 2009 gearbeitet und bis heute kein Geld dafür bekommen die
    ARGE rechnet es dennoch als erhalten an.
    Also auch da Nichts
    Weihnachten das ist  für uns betteln das wir wenigstens was zu essen haben

  2. Monika sagt:

    Liebe(r) K.P.Thiele,

    Durch Vorlage Ihrer Kontoauszüge beim Jobcenter können Sie nachweisen, dass Sie keinen Lohn erhalten haben. Das Jobcenter muss die einbehaltenen Bezüge erstatten!

    LG
    Moni

  3. heatseeker sagt:

    also einer von euch beiden hat ein falsches datum, ich denke, das beiträge aus dem jahre 2009 nicht mehr kommentiert werden müssen ;-)

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