Ein Hartz-IV-Rückblick aus der Sicht betroffener Arbeitsloser

Wenn man einmal zurückblickt und in die oft frustrierten Gesichter von Hartz-IV-Empfängern schaut, so stellt sich die Frage, ob sich seit Beginn des Jahres 2009 bzw. auch seit 2005, dem Jahr, als die ALG-Reformen "ins Leben gerufen wurden", etwas zum Positiven verändert habe. Und geht man dann noch einen Schritt weiter und befragt den "Mann auf der Straße", so wird nur allzu deutlich, dass sich eigentlich rein gar nichts verbessert hat. Ganz im Gegenteil. Vor allem dieses Gefühl der Angst ist bei den meisten Menschen noch immer gleich stark vorhanden. Dabei ist in diesem Zusammenhang keineswegs von der Angst vor der Zukunft die Rede (wenngleich auch diese sehr wohl spürbar ist!), sondern zunächst einmal geht's nur um die Angst vor dem nächsten Zahltag. 

Wird das Geld dieses Mal pünktlich auf dem Konto sein? Darf damit gerechnet werden, genügend zu Essen für die gesamte Familie kaufen zu können? Oder trat stattdessen vielleicht mal wieder eine Änderung eines x-beliebigen Paragraphen in Kraft, von der man als Hartz-IV-Empfänger (natürlich) erst zuletzt erfährt – nämlich beim persönlichen Gespräch in der ARGE. Denn immer wieder ist von scheinbar willkürlichen Vorfällen in diversen Arbeitsagenturen und Jobcentern die Rede, in denen es Hartz-IV-Empfängern nur schwerlich möglich ist, die ihnen gesetzlich zustehenden Leistungen überhaupt zu erhalten. Ein Fall ereignete sich zum Beispiel vor gar nicht allzu langer Zeit in der Arbeitsagentur Herne: aufgebrachte Menschen forderten ihre Gelder ein, die ihnen schlicht und einfach erst mal verwehrt wurden. Die Zahl der protestierenden und randalierenden ALG-II-Empfänger vergrößerte sich; der Radau schwächte erst ab, als – nach langem Hin und Her – jeder endlich seine Leistungen in der Tasche hatte…. Werden sich solche Vorfälle auch im nächsten Jahr wieder ereignen? Wie wird es weitergehen? Was kann man tun? Wohlgemeinte Worte wie "Nur keine Panik" et cetera erscheinen da wohl eher ironisch. Und niemandem ist damit so richtig weitergeholfen….   

Jedenfalls sind der Unmut und die Unsicherheit bei den Bürgern in punkto Hartz IV in diesem Jahr nahezu unverändert geblieben. Nun, da gerade von der Meinung der Deutschen hinsichtlich Hartz IV & Co. die Rede ist, dürfen freilich auch die positiven Ansichten von "Otto Normalverbraucher" und "Lieschen Müller" nicht unerwähnt bleiben. Nehme man beispielsweise einmal die Anhebung des Schonvermögens. Diese fand sehr positiven Anklang bei den Menschen. In der Tat schon mal ein richtiger Schritt in eine gute Richtung. Auch Arbeitsmarktexperten äußern sich größtenteils positiv. So sei es zwar verhältnismäßig schwierig, rasch von der Hartz-IV-Schiene wegzukommen, jedoch gelänge es immerhin mehr als der Hälfte aller Betroffenen, nach einem erfolgreich bewältigten "Ausstieg" wieder einen neuen, akzeptablen Job zu bekommen. Naja – immerhin….    

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1 5 5 das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend

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