…und wer denkt an die Sachbearbeiter der Bundesagentur für Arbeit?

Allen Unkenrufen zum Trotze – es gibt sie also doch noch, die ARGE-Mitarbeiter "mit Herz". Wie sonst erklärt sich die extra anberaumte Zusammenkunft einiger Bundestagsabgeordneter und ARGE-Mitarbeitern vor wenigen Tagen im Gewerkschaftshaus? Denn im Rahmen dieser Veranstaltung wurde eingehend über die Arbeitsbedingungen in den Arbeitsämtern und den Arbeitsgemeinschaften debattiert.

 

Von einer außerordentlichen Arbeitsbelastung war da die Rede, von Mitarbeitern, die zum Teil ehrlich betroffen sind von den Schicksalen und den persönlichen Lebenssituation zahlreicher Hartz-IV-Empfänger. Tag für Tag setze man sich mit einer Viehlzahl unterschiedlichster Menschen auseinander, die dringend einer finanziellen Unterstützung von staatlicher Seite bedürfen. Damit oft einhergehend: ein hohes Verantwortungsgefühl für die Betroffenen. "Einfach so" abschalten und die Sorgen und Nöte der (Langzeit-)Arbeitslosen gedanklich nicht mit nach Hause zu nehmen ist nach Angaben der anwesenden Sachbearbeiter nur sehr bedingt möglich.

 

Nicht nur der Faktor Zeit, sondern vielmehr auch die umständlichen und immer neuen Gesetzesvorgaben, nach denen sich die ARGE-Mitarbeiter strikt zu richten haben, gestalten die Arbeit oft schwer und nervenaufreibend.

 

Sicherlich gibt es auch die ARGE-Mitarbeiter, die scheinbar völlig unbeteiligt am Schicksal ihrer Kunden (denn das sind Hartz-IV-Empfänger tatsächlich, selbst, wenn sie sich nicht immer „wie ein König“ fühlen…) einen Fall nach dem anderen abarbeiten.

 

Im Rahmen der Podiumsdiskussion hatten rund 80 Sachbearbeiter unterschiedlicher Arbeitsämter die Möglichkeit, von ihren Erfahrungen mit den Hartz-IV-Empfängern, den ungewissen Zukunftsperspektiven, den Arbeitsbedingungen et cetera zu berichten. Erschwerend kam eine hohe Krankheitsrate seitens der ARGE-Mitarbeiter hinzu, die unter anderem auch aufgrund der starken, seelischen Belastungen ausgelöst wurden. Weil sie aufgrund dessen ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen konnten, wurden zahlreiche Vorgänge nur unzureichend, nicht zeitnah oder gegebenenfalls erst gar nicht bearbeitet. Leidtragende waren letztendlich wieder einmal die Hartz-IV-Empfänger.

 

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-arbeitsbelastung-in-argen-macht-krank8871.php

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— Kommentare —

  1. John-Boy Walton sagt:

    Sicher, es mag einige Mitarbeiter geben, die nicht ganz so krass drauf sind. Aber bei den meisten anderen Mitarbeitern merkt man von einer seelischen Belastung so gar nichts. Insbesondere nicht bei denen,besonders schnell mit der Unterschrift unter einem Sanktionsbescheid sind. Aber wenn die Arbeit so eine große Belastung ist,wieso suchen sie sich dann keinen anderen Job ? Gerade die Mitarbeiter der Jobcenter behaupten doch besonders gerne, daß die Jobs doch förmlich auf der Straße liegen und man sich nur danach bücken müsse. Ist dem etwa doch nicht so ?

  2. Menschenwürde sagt:

    Ich persönlich glaube, dass das System HartzIV gar keine Sachbearbeiter mit Herz wünscht. Sachbearbeiter mit Herz sind sicherlich die ersten, die die Segel Streichen, weil sie den Menschen nicht in dem Maße sinnvoll helfen dürfen, wie sie gerne würden.

  3. Menschenwürde sagt:

    Ich persönlich glaube, dass das System HartzIV gar keine Sachbearbeiter mit Herz wünscht. Sachbearbeiter mit Herz sind sicherlich die ersten, die die Segel streichen, weil sie den Menschen nicht in dem Maße sinnvoll helfen dürfen, wie sie es gerne tun würden.

  4. Warum lud man zu dieser Podiumsdiskussion nicht auch Hartz-IV-Betroffene ein? Noch nie wurde sich mit Vetretern von Erwerbsloseninitiativen getroffen und man diskutiert und entscheidet über die Köpfe der Betroffenen hinweg. Man will im Grunde genommen gar nichts mit den Erwerbslosen zu tun haben, weil man ein Drittel der Bevölkerung sowieso schon abgeschrieben hat.

  5. John-Boy Walton sagt:

    @Schnakenhascher
    Weil -zumindest nach meiner Erfahrung- die meisten JC-Angestellten gar nichts mit ihren Kunden zu tun haben *wollen* und sich für deren Probleme auch gar nicht interessieren. Also versuchen sie gleich,jeden Kontakt mit Hartzern zu vermeiden,die ihnen ins Gewissen reden könnten. Das zieht sich oft wie ein roter Faden durch’s Leben der JC-Mitarbeiter. Schau dir mal das Sozialhilfe24-Forum an, da tummeln sich fast ausschließlich JC-Mitarbeiter. Wenn du da eine ernstgemeinte Frage zu einem SGB II-Problem stellst, wirst du nur in den allerseltensten Fragen eine wirklich positive Antwort erhalten. Stattdessen kassierst du dort fast ausschließlich absichtliche Falschantworten, Beschimpfungen usw von den dort mitwirkenden JC-Mitarbeitern.

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