…und Hartz-IV-Empfänger gucken in die Röhre?!

Alle reden von Wirtschaftskrise und sparen demnach – sofern es überhaupt noch möglich ist – an allen Ecken und Enden. Nur die neue Bundesregierung sieht das Ganze offenbar ein bisschen anders. Viele Bürger sind angesichts dessen verständlicherweise etwas verwirrt…. Kann man es ihnen verdenken?

 

Wenn man beispielsweise bedenkt, dass der leichte Konjunkturaufschwung direkt "ausgenutzt" werden soll, um eine Art "Haushaltsnachschlag" zu fordern, so denkt der eine oder andere in diesem Zusammenhang sicherlich nicht umsonst, dass ein bisschen mehr Zurückhaltung wohl nicht schaden könne. Frei nach dem Motto: "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Aber nichts da! Denn unser neuer Außenminister fordert für seinen Etat zum Beispiel einen Zuschlag von rund 140 Millionen Euro, wohingegen Karl-Theo zu Guttenberg, seines Zeichens Wirtschaftsminister den "Mund" noch ein bisschen "voller" nimmt und sich gleich ein Plus von 300 Millionen Euro für sein Ressort wünscht. Ähnlich anspruchsvoll ist darüber hinaus auch Dirk Niebel, der sich als Entwicklungshilfeminister ebenfalls eine Zulage von 300 Euro wünscht.


Freilich, andererseits ist es ein wirklich gutes Zeichen und in gewisser Weise sogar ein echtes "Symbol" für einschneidende, bevorstehende (hoffentlich positive) Veränderungen, aber was bitteschön erklärt dann die folgende Tatsache: die geforderten Haushaltszuschläge sollen größtenteils für die Durchsetzung unterschiedlicher Vorhaben in Afghanistan eingesetzt werden. Und jetzt kommt's: Bezieher von Hartz-IV-Leistungen hingegen werden sich über die Sparpläne von Arbeitsminister Jung wohl eher "irritiert" zeigen. Obwohl gerade in den Bereichen "Arbeit und Soziales" auf unterschiedlichste Weise bekanntlich ein dringender Handlungsbedarf erforderlich ist, damit (Langzeit-)Arbeitslose nicht länger nur knapp an der Armutsgrenze "dahinvegetieren" müssen, will Jung die Zügel noch weiter anziehen. Seiner Ansicht nach könne "sein" Ressort durchaus mit sieben Milliarden Euro (!) weniger auskommen.

 

Wie sollen sich unter derartigen Voraussetzungen Besserungen für Hartz-IV-Empfänger abzeichnen? Konjunkturerholung hin oder her.

 

 

http://de.news.yahoo.com/2/20091121/tts-bundesminister-fordern-haushaltsnach-c1b2fc3.html

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