— Archiv für November 2009 —

— Mittwoch, 25. November 2009 —

Nicht nur für Arbeitnehmer ein Problem, sondern nun müssen auch Rentner den Gürtel enger schnallen [ Ein Kommentar ]

Wenn das Geld im Alter vorn und hinten nicht ausreicht, was dann? Nicht nur Hartz-IV-Empfänger können "ein Lied davon singen", sondern oftmals auch diejenigen, die in Lohn und Brot stehen. Unbekümmertheit, frei nach dem Motto: "Bis zu meiner Rente ist's eh' noch lang hin…" ist diesbezüglich der eine relevante Aspekt, die so genannte Lohnarmut der andere….

Fakt ist, dass Dumpinglöhne, so wie sie in zahlreichen deutschen Unternehmen leider noch immer gezahlt werden, in entscheidendem Maße zur Lohnarmut beitragen sowie in der Konsequenz über kurz oder lang auch zur Altersarmut führen. Denn wie sollte es Arbeitnehmern beispielsweise möglich sein, von Mini-Löhnen noch in die private Altersvorsorge zu investieren?

Wenn man den Statistiken Glauben schenkt, so hat sich die Zahl derer, die infolge all' der vorgenannten Missstände auch noch im Alter einen Job ausüben müssen, rapide erhöht. Tendenz weiterhin steigend. Überhaupt prognostizieren Experten in diesem Zusammenhang nichts Gutes, denn eines scheint bereits zum jetzigen Zeitpunkt sicher: es besteht durchaus die Gefahr, dass die so genannte Altersarmut hierzulande schon in wenigen Jahren zu einem umfassenden, sehr bedrohlichen Thema wird

 

Noch bis vor kurzem waren zum größten Teil Frauen von der Altersarmut betroffen. Die Aspekte "Kindererziehung", "Haushalt" et cetera tragen natürlich in entscheidender Weise zu den häufig (starken) Einschnitten der Rentenbezüge bei. Mittlerweile allerdings scheint sich das Blatt zu wenden, denn auch immer mehr männliche Senioren arbeiten als Taxifahrer, als Aushilfen im Garten- und Landschaftsbau, als Zeitungsträger usw.

 

In jedem Fall bleibt einer derartig gravierenden Situation nur zu hoffen, dass man möglichst lange körperlich "fit" bleibt, um auch noch nach dem "offiziellen" Arbeitsleben einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Denn nur so ist es in vollem Umfang möglich, zumindest ansatzwese für einen adäquaten Lebensunterhalt Sorge zu tragen.

 

Armes Deutschland!

 

http://bertjensen.ch/erschreckende-entwicklung-immer-mehr-rentner-muessen-mini-jobs-annehmen/

— Montag, 23. November 2009 —

…und nun doch keine Betreuungsgutscheine für Hartz-IV-Empfänger? [ Keine Kommentare ]

Noch vor wenigen Wochen waren im Zusammenhang mit dem geplanten Betreuungsgeld für Hartz-IV-Familien noch gänzlich andere Töne zu hören. Denn wie aktuell aus Berlin bekannt wurde, soll auf Wunsch von Bundeskanzlerin Merkel nun doch das Gutscheinsystem nicht eingeführt werden. Sicher ist in diesem Zusammenhang eines schon jetzt in jedem Fall: in Anbetracht der mehr als 320.000 zu betreuenden Kinder, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und für die das Betreuungsgeld gedacht ist, wäre durchaus – umgehend – Handlungsbedarf gefragt.

 

Eine entsprechende, finanzielle Unterstützung für betroffene Familien, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind, sei zwar unbedingt gerechtfertigt, allerdings soll jeder individuell bestimmen können, wie die staatlichen Subventionen tatsächlich verwendet werden. Würden wie geplant die Betreuungsgutscheine eingeführt, so wäre es unter Umständen möglich, dass seitens der Familien der Eindruck erweckt werde, man wolle sie "kontrollieren" oder man würde ihnen den verantwortungsvollen Umgang mit dem Geld nicht in vollem Umfang zutrauen. Und das sei natürlich in keiner Weise beabsichtigt.

Grundsätzlich steht jedoch schon jetzt fest, dass sich die Höhe des Betreuungsgeldes auf eine monatliche Summe von 150 Euro belaufen und ab dem Jahr 2013 ausgezahlt wird. All' jene Hartz-IV-Familien, die ihre unter dreijährigen Kinder zu Hause betreuen, dürfen mit dieser Zuwendung rechnen.

Immer wieder werden jedoch Stimmen laut, die eine verschärfte, diesbezügliche Kontrolle der Eltern fordern. Immer wieder sei schließlich in den Medien von vernachlässigten oder nur unzureichend versorgten Kindern zu hören. Auch das Klischee, Hartz-IV-Betroffene zögen es somit gegebenenfalls vor, von dem Geld Alkohol und Zigaretten zu erwerben, statt ihre Kinder in adäquater Weise zu versorgen und zu fördern, bekommt in diesem Zusammenhang wieder neue Nahrung….

— Sonntag, 22. November 2009 —

…und Hartz-IV-Empfänger gucken in die Röhre?! [ Keine Kommentare ]

Alle reden von Wirtschaftskrise und sparen demnach – sofern es überhaupt noch möglich ist – an allen Ecken und Enden. Nur die neue Bundesregierung sieht das Ganze offenbar ein bisschen anders. Viele Bürger sind angesichts dessen verständlicherweise etwas verwirrt…. Kann man es ihnen verdenken?

 

Wenn man beispielsweise bedenkt, dass der leichte Konjunkturaufschwung direkt "ausgenutzt" werden soll, um eine Art "Haushaltsnachschlag" zu fordern, so denkt der eine oder andere in diesem Zusammenhang sicherlich nicht umsonst, dass ein bisschen mehr Zurückhaltung wohl nicht schaden könne. Frei nach dem Motto: "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Aber nichts da! Denn unser neuer Außenminister fordert für seinen Etat zum Beispiel einen Zuschlag von rund 140 Millionen Euro, wohingegen Karl-Theo zu Guttenberg, seines Zeichens Wirtschaftsminister den "Mund" noch ein bisschen "voller" nimmt und sich gleich ein Plus von 300 Millionen Euro für sein Ressort wünscht. Ähnlich anspruchsvoll ist darüber hinaus auch Dirk Niebel, der sich als Entwicklungshilfeminister ebenfalls eine Zulage von 300 Euro wünscht.


Freilich, andererseits ist es ein wirklich gutes Zeichen und in gewisser Weise sogar ein echtes "Symbol" für einschneidende, bevorstehende (hoffentlich positive) Veränderungen, aber was bitteschön erklärt dann die folgende Tatsache: die geforderten Haushaltszuschläge sollen größtenteils für die Durchsetzung unterschiedlicher Vorhaben in Afghanistan eingesetzt werden. Und jetzt kommt's: Bezieher von Hartz-IV-Leistungen hingegen werden sich über die Sparpläne von Arbeitsminister Jung wohl eher "irritiert" zeigen. Obwohl gerade in den Bereichen "Arbeit und Soziales" auf unterschiedlichste Weise bekanntlich ein dringender Handlungsbedarf erforderlich ist, damit (Langzeit-)Arbeitslose nicht länger nur knapp an der Armutsgrenze "dahinvegetieren" müssen, will Jung die Zügel noch weiter anziehen. Seiner Ansicht nach könne "sein" Ressort durchaus mit sieben Milliarden Euro (!) weniger auskommen.

 

Wie sollen sich unter derartigen Voraussetzungen Besserungen für Hartz-IV-Empfänger abzeichnen? Konjunkturerholung hin oder her.

 

 

http://de.news.yahoo.com/2/20091121/tts-bundesminister-fordern-haushaltsnach-c1b2fc3.html

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