Nicht nur für Arbeitnehmer ein Problem, sondern nun müssen auch Rentner den Gürtel enger schnallen
Wenn das Geld im Alter vorn und hinten nicht ausreicht, was dann? Nicht nur Hartz-IV-Empfänger können "ein Lied davon singen", sondern oftmals auch diejenigen, die in Lohn und Brot stehen. Unbekümmertheit, frei nach dem Motto: "Bis zu meiner Rente ist's eh' noch lang hin…" ist diesbezüglich der eine relevante Aspekt, die so genannte Lohnarmut der andere….
Fakt ist, dass Dumpinglöhne, so wie sie in zahlreichen deutschen Unternehmen leider noch immer gezahlt werden, in entscheidendem Maße zur Lohnarmut beitragen sowie in der Konsequenz über kurz oder lang auch zur Altersarmut führen. Denn wie sollte es Arbeitnehmern beispielsweise möglich sein, von Mini-Löhnen noch in die private Altersvorsorge zu investieren?
Wenn man den Statistiken Glauben schenkt, so hat sich die Zahl derer, die infolge all' der vorgenannten Missstände auch noch im Alter einen Job ausüben müssen, rapide erhöht. Tendenz weiterhin steigend. Überhaupt prognostizieren Experten in diesem Zusammenhang nichts Gutes, denn eines scheint bereits zum jetzigen Zeitpunkt sicher: es besteht durchaus die Gefahr, dass die so genannte Altersarmut hierzulande schon in wenigen Jahren zu einem umfassenden, sehr bedrohlichen Thema wird.
Noch bis vor kurzem waren zum größten Teil Frauen von der Altersarmut betroffen. Die Aspekte "Kindererziehung", "Haushalt" et cetera tragen natürlich in entscheidender Weise zu den häufig (starken) Einschnitten der Rentenbezüge bei. Mittlerweile allerdings scheint sich das Blatt zu wenden, denn auch immer mehr männliche Senioren arbeiten als Taxifahrer, als Aushilfen im Garten- und Landschaftsbau, als Zeitungsträger usw.
In jedem Fall bleibt einer derartig gravierenden Situation nur zu hoffen, dass man möglichst lange körperlich "fit" bleibt, um auch noch nach dem "offiziellen" Arbeitsleben einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Denn nur so ist es in vollem Umfang möglich, zumindest ansatzwese für einen adäquaten Lebensunterhalt Sorge zu tragen.
Armes Deutschland!
http://bertjensen.ch/erschreckende-entwicklung-immer-mehr-rentner-muessen-mini-jobs-annehmen/
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Ich bin 33, 12 Arbeitsjahre, 3 Kindererziehungsjahre, halbes Jahr arbeitslos. Meine Renteninformation erzählt mir etwas von 200 Euro künftiger Altersrente, wenn ich weiterhin wie bisher einzahle. Das hole ich im Leben nicht mehr auf. Eigenvorsorge? Wovon, von 850 Euro netto? Ich blicke dem Alter nicht unbekümmert entgegen, aber ich kann nichts tun. Und so geht es doch allen Niedriglöhnern. Wir können nur hoffen, im Alter noch fit zu sein und einen Arbeitsplatz abzukriegen, sonst erwartet uns die Grundsicherung, falls es die dann überhaupt noch gibt…