Hartz IV und seine Alternativen

In einem Kommentar in der Bild-Zeitung ist zu lesen: Deutschlandweit sind 3,5 Millionen Haushalte an Hartz IV gekoppelt. Heißt: Fast jeder 11. Deutsche muss mit Hartz IV leben. Das sind knapp sieben Millionen Bundesbürger. Kommentator Dirk Hoeren stellt am Abschluss seines nicht gerade vielsagenden Kommentars die Frage aller Fragen: „Aber hat jemand eine bessere Lösung?“

 

Alternativen zu Hartz IV

Eine Möglichkeit, eine Alternative zu Hartz IV zu schaffen, bestünde darin, die Arbeitszeiten generell extrem zu kürzen. Damit gelänge es – in der Theorie – die Arbeit auf sämtliche arbeitsfähigen Bundesbürger zu verteilen. André Gorz sprach schon Anfang der 80er Jahre davon: Das Recht auf Einkommen müsse vom Recht auf Arbeit entkoppelt werden. Langfristig muss die Alternative auf jeden Fall sein – denn Massenarbeitslosigkeit ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein Fakt, der sich ausbreitet. Gorz schrieb: Die Zweiteilung der Bevölkerung stünde bevor: Eine Elite von Vollbeschäftigten und ein „Heer von Arbeitslosen und ungelernten oder nicht-qualifizierten Hilfskräften“. Letztere würden dazu genötigt, unwürdige Arbeiten zu erledigen – und dies gezwungener Maßen. Das schrieb er, wie erwähnt, Anfang der 80er Jahre! Marx unterschied diese Gruppen auch und fand die Bezeichnungen Proletariat und Lumpenproletariat. Eine Klassenkategorisierung zeichnete sich also schon lange ab.

 

Ein Zeitkonto sei nach Gorz die Lösung. Daneben eine „negative Einkommenssteuer“, die Gorz so beschreibt: „Oberhalb einer bestimmten Einkommensgrenze zahlt man dem Fiskus Steuern, unterhalb dieser Grenze wird man vom Fiskus bezahlt.“

 

Das ist der Ansatz, die Arbeitslosigkeit abzuschaffen – zumindest aber zu vermindern. Ein anderer Ansatz ist das bedingungslose Grundeinkommen, was die FDP ansatzweise in ihrem Parteiprogramm als „Bürgergeld“ vorschlägt: Jeder Bürger – unabhängig seines sozialen, gesellschaftlichen oder sonstigen Standes – bekommt eine Grundsumme; bei der FDP sind es um die 660 Euro. Damit entstünde die Situation, dass Bürokratie abgebaut würde, weil die Ämter, die derzeit für ALG I und II zuständig sind, nicht mehr benötigt werden. Damit würde der Staat Gelder einsparen, die es ermöglichen würden, jedem Bürger das Grundeinkommen zukommen zu lassen. Allerdings ist das Thema derartig komplex, dass es den Rahmen sprengen würde, allerdings gibt beispielsweise Wikipedia gute Auskünfte über die genauen Rahmenbedingungen.

Wenn Sie diesen Artikel als eine Ungerechtigkeit empfinden, können Sie gern einen Kommentar hinterlassen oder ihn für Ihren Feedreader abbonieren. So werden Sie künftig sofort informiert, wenn sich an diesem Artikel etwas geändert hat. Gern können Sie sich auch in unseren Newsletter eintragen. Warum Sie sich eintragen sollten? Ich bekomme regelmäßig Anfragen von Fernsehsendern. Nur wenn Sie im Newsletter eingetragen sind, kann ich Ihnen die Kontaktdaten der Redaktionen weiterleiten. Sie erhalten so die vielleicht einmalige Chance, Ihr Schicksal ins Fernsehen zu bringen und an Ihrem Leben entgültig etwas zu ändern. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen und tragen Sie sich jetzt in meinen Newsletter ein.
1 5 5 das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend

Stimmen Sie ab von menschenverachtend = 5 Sterne bis das geschieht dir recht = 1 Stern.
Was meinen Sie?

Ähnliche Schiksale und Geschichten

— Kommentare —

Bisher wurden keine Kommentare abgegeben. Machen Sie den Anfang!

— Sagen Sie Ihre Meinung! —