Gutscheine für Hartz IV Kinder?

Schön, wenn Menschen umdenken. Seltsam, wenn Politiker umdenken. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat umgedacht: Ein Betreuungsgeld könne es nicht in Form von Gutscheinen geben, behauptet sie entgegen ihrer früheren Aussagen und stellt sich damit gegen die FDP, wie die Zeit berichtet. Dabei ginge es ihr plötzlich um Selbstbestimmung. ALG II Empfänger müssten selbst entscheiden, was sie mit ihrem Geld machen. Monatlich bekommen Leistungsempfänger ab 2013 150 Euro Betreuungsgeld, wenn die bis zu dreijährigen Kinder daheim betreut werden. Die FDP meint, es sei wichtig, das Geld für die Kinder auszugeben, weshalb Gutscheine die Lösung seien. Hat auch Merkel so gesehen. Ende Oktober erst. Heißt: Ein neuer Fingerzeig auf Menschen, die Hartz IV empfangen. Noch am 10. November betonte Merkel zuletzt, dass Gutscheine eine Option wären.

Un- und Irr-Sinn Dauergäste im Bundestag
Der Gedanke, dass das Geld auch bei den Kindern ankommen soll, wirkt ja ganz gut. Die Familien, die Hartz IV empfangen und ihren Kindern nur das Minimum oder weniger zukommen lassen, gibt es. Allerdings sind Gutscheine nur ein müder Versuch, dem Herr zu werden. Es ist doch nur eine Umlage: Die 150 Euro werden dann fürs Kind ausgegeben, bleiben 150 Euro mehr von sonstigen Geldern übrig, die das Kind jetzt weniger verbraucht. Das Schlimmste an der Idee ist eigentlich, solche Gutscheine nur an eine Gruppe der Gesellschaft, Hartz IV-Empfängern, auszugeben – darüber diskutiert die Politik allen Ernstes öffentlich! Dass nicht einmal ansatzweise darüber nachgedacht wird, wie sie der Hartz IV Empfänger fühlt, der sich als solcher öffentlich outen muss … Vielleicht sollte man anstelle von Gutscheinen auch eine Art Aufnäher bedenken? „Ich bin ALG-II-Empfänger“; dann ist es wenigstens gleich raus. Denken im Sinne des Volkes, was auch Hartz IV Empfänger einschließt, geht jedenfalls anders!

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1 5 5 das geschieht dir rechtselbst dran schuldnaja, das kann man so sehen oder soabsolut unfairmenschenverachtend

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