DGB Studie klärt auf: Hartz IV Empfänger sind nicht dumm!

Womit der DGB seine Daseinsberechtigung noch begründet, fragen sich nicht nur viele Arbeitslosengeld zwei Empfänger. Seit Jahren sinkende Einkommen, Tarifverträge, die nichts mehr wert sind, Kündigungsschutz, der keiner mehr ist. Ein sogenannter DGB Arbeitsmarktexperte namens Wilhelm Adamy mahnt davor, die Hartz IV Empfänger alle über einen Kamm zu scheren. Man dürfe Hartz IV Empfänger „keinesfalls immer mit geringqualifizierten Langzeitarbeitslosen“ gleichsetzten. So Herr Adamy bei seiner „DGB-Sonderauswertung“ (Download der Statistik im PDF) der aktuellen Arbeitsmarktstatistik. Adamy, so macht es den Anschein, hat bisher wohl angenommen, Hartz IV Empfänger kommen in der Regel aus der Gosse – und verbleiben auch da. Eine ganz eigene Spezies also, nichts hoch gebildetes. Andererseits: Es gibt genügend Studien, die man sich einfach sparen kann. Diese gehört zweifelsohne dazu.

 

Die Diskriminierungsphase, dass man Menschen, die von Arbeitslosengeld oder Leistungen vom Sozialamt leben müssen, als arbeitsfaul oder asozial abstempelt, glaubte man doch endlich überwunden zu haben. Nun kommt so ein ganz Schlauer ausgerechnet vom DGB daher und macht Kaffeesatz-Lesungen aus Arbeitsmarktstatistiken. Jeder Hartz IV Empfänger hätte einem Vertreter der Gewerkschaft noch vor einigen Jahren mehr zugetraut als derartig niveauloses Palaver. Irgendwie muss wohl auch der Herr Adamy seine garantiert gut bezahlte Arbeitszeit beim DGB mit irgendwelchen Tätigkeiten ausfüllen. Vielleicht plagt ihn ansonsten das schlechte Gewissen? Denn viel zu tun scheint die Gewerkschaft zurzeit nicht zu haben. Ein bisschen Gemecker auf die neue Regierung hier, ein bisschen Statistiken studieren da – fertig ist der DGB.

 

Arbeitgeber sagen, wer als nächster Hartz IV bekommt, ohne wenn und aber. Wer nicht hören will, wird es spüren. Spätestens wenn man bereits ab 13. Monat von Arbeitslosengeld zwei lebt. Herr Adamy stellte jedenfalls fest, dass es von durchschnittlich 3,5 Millionen Arbeitslosen tatsächlich gut 200.000 Hartz IV Empfänger mit Abitur gibt. Über Sinn und Unsinn dieser Studie lässt sich also kräftig streiten – Fakt ist doch: Hier muss angesetzt werden, wozu auch der DGB aufgerufen ist! Neue Chancen am Arbeitsmarkt schaffen – das sollte die Folge solcher Studien sein; nicht die Verwunderung, dass sogar Abiturienten arbeitslos sind.

 

Quelle: http://bildungsklick.de/a/70358/gute-ausbildung-doch-kein-schutz-vor-arbeitslosigkeit/

 

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