Da ist Phantasie gefragt: Hartz IV und die Wohnungseinrichtung

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erhalten Bedürftige im Falle eines (erforderlichen) Umzugs als Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit für die (erste) Einrichtung der Wohnung einen Grundbetrag von 930 Euro. Jedoch unterliegt dies stets – natürlich – der Einzelfallprüfung. Unter Umständen, sprich: sofern keinerlei Grundausstattung vorhanden ist, wie zum Beispiel Bett, Schrank, Kochgelegenheit & Co., haben Hartz-IV-Empfänger durchaus auch die Option, eine Summe von 1.414 Euro zu erhalten. Dies kann unter anderem nach einer Trennung oder nach einem Wohnungsbrand oder Ähnliches der Fall sein. Wobei es in letzterem Fall zumeist völlig andere, zusätzliche Regelungen zu beachten gilt und die gewährte Unterstützung sogar noch ein bisschen höher ausfallen könnte.

 

Manch' einer wird sich in dieser Hinsicht sicherlich auch die Frage stellen, wie es denn bitteschön möglich sein soll, von einem solch' niedrigen Anfangsbudget eine komplette Wohnung einzurichten. Wie gut, wenn man da ein bisschen Phantasie aufbringen kann. Und wenn man darüber hinaus gute Freunde hat, die einem zur Seite stehen. Denn die sind in einer derartigen Situation in der Regel die ersten, die mit dem einen oder anderen geliehenen Möbelstück aushelfen könnten, um so zumindest die "kritische" Anfangsphase zu überbrücken.

 

Aber auch bei speziellen Gebraucht-Möbelmärkten (in bestimmten Orten steht hier vor allem (Langzeit-)Arbeitslosen ein recht großes Angebot zur Verfügung) kann man – eine kleine Portion Glück vorausgesetzt – durchaus fündig werden und die neue Wohnung somit auf eine optisch recht ansprechende Art und Weise einrichten.

 

Im Folgenden eine kleine Auflistung dessen, was möglich ist:

 

350 Euro – Küche, welche mit Kochgelegenheit, Backofen, zwei Schränken, Spüle und Arbeitsfläche ausgestattet ist

100 Euro – für ein Zwei-Personenbett inklusive Matratze

75 Euro für einen Wohnzimmerschrank

50 Euro für einen Schlafzimmerschrank

50 Euro für ein Kinderbett inklusive Matratze

50 Euro für einen kleinen Schlafzimmerschrank (Kinderzimmer)

10 Euro für zwei Teppiche

20 Euro für einen Schreibtisch

100 Euro für die Bestuhlung der (gesamten) Wohnung inklusive Sofa fürs Wohnzimmer

50 Euro für Lampen

50 Euro für die Einrichtung des Badezimmers

 

Macht alles in allem einen Gesamtaufwand von 555 Euro. Es geht also doch.

 

Das Problem dürfte für den einen oder anderen Hartz-IV-Empfänger jedoch sein, den "inneren Schweinehund" zu überwinden, um einen Gebraucht-Möbelladen überhaupt zu betreten. Nichtsdestotrotz sei diesbezüglich gesagt: "Von nischt kommt nischt…."

 

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— Kommentare —

  1. Fuchs sagt:

    Ich kenne eine Frau die Harz 4 Bekommt und in einer Spelunke Wohnt. Nach der Frage an Sie wie es Ihr Geht ,Scheiße.Hat ein Zimmer 27quatrametern zwei kleine Hocker ,1Regal,1sessel Tischgröße 50cm Durchmesser.Bad,Küche Toilette muß geteilt werden mit Zwei Studenten die auch je 1 zimmer haben.Diese ist vom Staat die Größte Sauerei.Eure Angebote das Geht voll in Ortnung(Auflistung aber die 555,-Euro Reichen nicht ganz).in meinen Fall den ich Beschrieben habe Fehlt ja Alles. Wie kann man so einer Frau von 50 Jahren Helfen??.Unserer Staat kümmert sich ums Ausland aber ganz wenig um uns Bürger.

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