— Archiv für Oktober 2009 —

— Freitag, 30. Oktober 2009 —

Was haben Handyverträge und Hartz IV gemeinsam? [ Keine Kommentare ]

Nichts! So weit, so gut. Aber warum die Frage?

Die Erklärung folgt "auf dem Fuße: Wer kennt sie nicht, die vielen seriösen (und oftmals leider auch unseriösen) Handyangebote, bei denen der Verbraucher mit zum Teil sehr attraktiven Prämien "angelockt" und zum Abschluss eines Handyvertrages "überredet" werden soll? Einmal werden Hightech-PCs als "Dreingabe" offeriert, ein anderes Mal ist in diesem Zusammenhang sogar von ausschweifenden Kurzurlauben die Rede…. Und dann sind da auch noch die interessanten Bargeld-Versprechen…!

Gerade für Hartz-IV-Leistungsempfänger ist es eine höchst attraktive Angelegenheit, das bekanntlich sehr magere Einkommen mit einer solchen Geldprämie aufzustocken. Nur: wie erklärt man diesen "wunderbaren Geldsegen" gegenüber dem Sachbearbeiter der Bundesagentur für Arbeit, wenn dieser im bekannten Rhythmus die Kontoauszüge der Leistungsbezieher überprüft? Denn Fakt ist doch, dass man hier sogleich die Hand aufhalten wird, um ebenfalls einen "Teil des Kuchens" abzubekommen – oder?

 

Schließlich wird die Prämie für den abgeschlossenen Handyvertrag als Einkommen betrachtet und darf dementsprechend abgezogen werden. Was aber tun, wenn das so dringend benötigte "Zusatzeinkommen" in ein (altes) Auto investiert wird, um damit zur Arbeitsstelle zu fahren? Denn bekanntlich soll ja nun auch die so genannte Hinzuverdienstgrenze erhöht werden, sodass sich das Arbeiten wieder lohnen könnte…. Trotzdem bleibt in dieser Hinsicht zu sagen, dass das Recht ganz offensichtlich auf der Seite der Agentur für Arbeit ist….

 

Anders sähe das Ganze sicherlich aus, wenn sich der Hartz-IV-Leistungsempfänger bei der Auswahl der Prämie schlicht und einfach für ein weiteres Handy entscheidet. Denn das wird natürlich nicht als abziehbare "Einkommen" angesehen. Aber wer braucht schon mehrere Handys? Eines davon lässt sich doch prima auf der einen oder anderen Plattform im world wide web zu Geld machen…..

 



Hartz IV – immer wieder Leistungskürzungen…. [ Keine Kommentare ]

Wer Fristen nicht einhält, angebotene Jobs ablehnt oder auf andere Weise zu wenig Eigeninitiative ergreift, muss sich nicht wundern, wenn sich die Bundesagentur für Arbeit etwas ganz Besonderes "einfallen lässt" und sich ebenfalls "quer stellt". Die Rede ist in diesem Zusammenhang von der Androhung möglicher Leistungskürzungen.

Statistiken zufolge müssen rund drei Prozent der Hartz-IV-Leistungsempfänger mit entsprechenden Sanktionsmaßnahmen rechnen – und kommen auf diese Weise oft noch schlechter über die Runden. Übrigens ist es in diesem Zusammenhang sogar möglich, dass die Leistungen seitens der Arbeitsagentur voll gestrichen werden! Üblicherweise erfolgt zum Beispiel eine 10-Prozent-Kürzung des ALG-II-Satzes, wenn zum Beispiel ein Termin mit dem Sachbearbeiter der Arbeitsagentur nicht eingehalten wurde. Abzüge von 30 bis 60 Prozent können es sogar sein, wenn ein Stellenangebot nicht angenommen wird.

 

So utopisch es auch zunächst noch erscheinen mag, so häufig kommt es dennoch vor: Hartz-IV-Bezieher, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürften für die vorgenannten Sanktionen sicherlich nicht viel mehr, als ein müdes "Lächeln" übrighaben, denn ihnen drohen bei Pflichtverletzungen gegenüber der Bundesagentur für Arbeit weitaus drakonischere Strafen. Kein Scherz! Sobald sie – in welcher Form auch immer – gegen eine der in der Tat sehr zahlreichen Hartz-IV-Regeln verstoßen, also zum Beispiel vereinbarte Termine nicht einhalten et cetera, werden die sozialen Zuwendungen gleich um bis zu 100 Prozent gestrichen.

 

Aber nicht nur das: ein eventueller Folgeverstoß wird noch härter geahndet: die Leistungen, die zuvor noch zumindest die Kosten für die Unterkunft sichern sollten, werden ebenfalls nicht länger übernommen….


Was bitteschön rechtfertigt diese Form der Ungerechtigkeit? Aus welchem Grund werden jüngere Leute derartig "drittklassig" behandelt?!

Schlechte Stimmung in deutschen Landen – Hartz IV & Co. sind nicht ganz unschuldig an der Misere…. [ Keine Kommentare ]

Umfragen zufolge habe sich die Gesamtstimmung von Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller insbesondere seit der Wahl um den einen oder anderen Prozentpunkt verschlechtert. Insbesondere im Monat Oktober ist ein entsprechendes "Minus" zu verzeichnen. Was genau ist allerdings die Ursache hierfür? Fakt ist doch, dass die neue Bundesregierung uns Verbrauchern enorme Steuererleichterungen versprochen hat – oder etwa nicht? Von mehr als 21 Milliarden Euro ist in diesem Zusammenhang sogar die Rede. Und auch die neue Gesetzgebung in bezug auf Hartz IV birgt sicherlich den einen oder anderen positiven Aspekt.

 

Trotz allem sagt die Statistik der renommierten "Gesellschaft für Konsumforschung" doch etwas ganz anderes aus. Denn es steht fest, dass die in der Vergangenheit stark schwankenden bzw. auch steigenden Preise bei den Verbrauchern im gesamten Bundesgebiet offenbar eine große Unsicherheit hervorgerufen haben. Und auch das Ende der Abwrackprämie trägt wohl nicht gerade zu einer Ermutigung der deutschen Bürger bei.

 

Aber nun, da das Konjunkturprogramm der jüngst gewählten Regierung steht, dürfte ja wohl bald auch ein "Licht am Ende des Tunnels" in Sichtweite sein – oder etwa nicht? Zumindest die Anhebung des Kindergeldes sowie auch des Kinderfreibetrages macht Hoffnung. Bleibt allerdings dennoch abzuwarten, auf welche Weise sich der Staat diese Mehrausgaben wieder von den armen Steuerzahlern und Hartz-IV-Empfängern zurückholen wird.

 

Denn wie man es ja bereits aus der Vergangenheit zur Genüge kennt, sind in diesem Zusammenhang der kreativen Phantasie der deutschen Politiker keinerlei Grenzen gesetzt. Man darf also auch weiterhin sehr gespannt sein.

 

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