Wer Arbeit sucht, der findet welche

Vielleicht übertreibe ich ja ein bisschen, wenn ich das behaupte, aber bei manchen Hartz IV – Empfängern habe ich wirklich das Gefühl, sie versuchen es erst gar nicht, sich Arbeit zu suchen. Ich pauschalisiere das hier nicht, aber wenn man manches in den Medien liest und sieht, dann kommt einem schon die Galle hoch: Natürlich muss der Staat einen schützen, der in die Arbeitslosigkeit gerutscht ist, aber er sollte a) schonungslos gegen die vorgehen, die Stütze kassieren und sich dabei etwa wie jener Peter K. vor einiger Zeit ein sehr gutes Leben auf Teneriffa machen. Und er sollte b) auch diejenigen mehr als nur etwas ermuntern, sich einen Job zu suchen, die das sehr halbherzig machen. Ich selbst kenne Menschen, die absichtlich Fehler in Bewerbungen einbauen, um NICHT vermittelt zu werden. Über so etwas ärgere mich! Und da sage ich auch ganz ehrlich: Ich bin dagegen, dass auch mein Geld investiert wird, damit solche Menschen sich eine nette Zeit machen, während Leute wie ich arbeiten gehen. Mir macht mein Job auch nicht immer Spaß.

Zu hohe Ansprüche?

Ich behaupte nicht, dass es keine Menschen gibt, die trotz Bemühens keinerlei Arbeit finden, weil sie es beispielsweise einfach wegen fortgeschrittenen Alters schwer haben, Personalchefs von ihren Qualitäten zu überzeugen. Dass Ältere nicht unbedingt schlechtere Arbeitnehmer sind, ist leider noch nicht überall in Deutschland angekommen. Bei jüngeren Menschen, die längere Zeit mit Hartz IV leben, denke ich manchmal dagegen schon: Wer wirklich Arbeit sucht, der findet auch welche! Einige sortieren erst einmal alle möglichen Jobs aus, die zu schwierig oder zu schlecht bezahlt sind oder zu schlechte Arbeitszeiten bieten: Hier muss man zu schwere Dinge tragen, dort ist die Arbeit zu monoton. Es ist mitunter erstaunlich, welche fadenscheinigen Gründe für Menschen ohne Arbeit gegen eine Arbeit sprechen. Da vermisse ich die Eigeninitiative, den festen Wunsch, etwas an der eigenen Situation zu ändern: Das Leben ist kein Wunschkonzert, gerade in schwierigen Lebenslagen nicht.

Selbst dazu beitragen, dass es aufwärts geht

Erst einmal irgendeine Arbeit anzunehmen, um wieder Fuß zu fassen, bedeutet ja nicht, dass man ewig an dieser Arbeitsstelle kleben muss. Man kann sich weiter bewerben, kann versuchen, etwas Besseres zu bekommen. Aber es gibt dann schon einmal einen Startpunkt, von dem aus sich besser agieren lässt, als würde man Ewigkeiten nichts Anderes tun als Hartz IV in Anspruch zu nehmen. Wer flexibel ist, sich nicht zu sehr an Traumvorstellungen bildet, hat auch in heutiger Zeit noch Chancen auf Arbeit. Aber wenn man es nicht einmal versucht, diese Chance zu ergreifen, kann man die Sache natürlich vergessen. Auf Kosten aller anderen! Nur meine Meinung.

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  • stephan letsch: es ist hanebüchen was sich die mitarbeiter dieses amtes herausnehmen. ich halte so und so mindesten...
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