Als hätten wir nichts Besseres zu tun
Im letzten Jahr habe ich eine Arbeitsstelle bekommen, die auf ein Jahr befristet war. Dieser Vertrag läuft Ende Mai aus. Ich bin also brav Mitte Februar zur Arbeitsagentur gegangen, um mich arbeitssuchend zu melden. Das hat damals auch alles wunderbar funktioniert. Naja „wunderbar“ ist ein dehnbarer Begriff, aber ich musste mich wenigstens nicht mehr ärgern als auch alle anderen Wartenden.
Job selbst gefunden
Die Stellenvermittlung der Arbeitsagentur hat natürlich nicht wirklich die Welt zustande gebracht. Ich hab mich also selbst nach Jobs umgesehen und habe schließlich auch einen gefunden. Dennoch erhielt ich kürzlich eine Einladung von der ARGE zu einem Gespräch. Ich rief dort an und sagte denen, dass dieses Gespräch eigentlich gar nicht mehr erforderlich wäre, weil ich ja bereits eine Stelle gefunden hätte. Die Telefonistin (die übrigens nebenbei bemerkt völlig grundlos sehr unfreundlich zu mir war) erklärte mir, dass ich selber schuld sei, weil ich die neue Arbeitsstelle nicht gleich gemeldet hätte und dass ich den Termin jetzt dennoch einhalten müsste.
Die rechte Hand weiß nicht, was die linke tut
Ich bin also schließlich natürlich zu dem Termin hingegangen, man will es sich ja nicht verscherzen mit dem „Amt“. Tatsächlich hatte ich zur Abwechslung endlich mal eine nette Beraterin, die das Gespräch mit mir führte. Ich erzählte ihr von der Vorgeschichte dieses Termins. Sie war völlig überrascht und konnte absolut nicht nachvollziehen, warum ich diesen Gesprächstermin hätte wahrnehmen sollen. Schließlich dachte sie, ich wäre vielleicht freiwillig gekommen und hätte selbst um den Termin ersucht. In ihrem PC hatte die Telefonistin nämlich nicht vermerkt, dass sie mir diesen Termin als „Pflichttermin“ verkauft hatte. Ich erklärte ihr dann aber auch, dass ich mit meiner Freizeit wohl doch Besseres anzufangen wüsste, als 25 km weit zu fahren, nur um die netten Menschen in der Arbeitsagentur mal wieder zu treffen.





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